Altrip – Rothenburg ob der Tauber – Demantsfürth

Wir wachen auf und der verführerische Duft von Rührei mit gebratenem Speck steigt uns die Nase. Das verheißt nur Gutes und wir stehen voll motiviert auf 😉

Der Geruch hat uns nicht getäuscht: einmal mehr offerieren uns Uli & Moni ein fürstliches Frühstück und wir stärken uns für den Tag.

Ich habe noch Gelegenheit, einen Blog-Artikel zu schreiben, Uli & Nicole tauschen noch Daten von tollen Stellplätzen entlang unserer Reiseroute aus. Die Zeit vergeht wie im Fluge und es naht der Abschied, der uns schwer fällt. Wir werden noch mit feinster Pfälzer Wurst, Brötchen und einem tollen Wein für die Reise versorgt und machen uns auf den Weg. Wir fahren bei leichtem Regen ab und es erinnert wenig an den gestrigen Vorfrühlingstag. Bäh.

Unser nächstes Ziel heißt Rothenburg ob der Tauber, eine Stadt die wir beide noch nicht gesehen haben und daher die Gelegenheit jetzt nutzen wollen, diese Stadt zu besichtigen. Es ist eine kurze Etappe von rund 150 km, die wir zügig zurücklegen sollten.

Unterwegs verstärkt sich der Regen und geht kurz hinter Sinsheim in dichtes Schneetreiben über. Richtig. SCHNEE(!!!)-treiben!!!. Wir sehen auf dem Weg mehr Schnee als den ganzen bisherigen Winter zusammen.

Wir sind etwas skeptisch, ob wir unsere geplante Stadtbesichtigung durchführen können; beschließen aber, trotzdem zunächst nach Rothenburg o.d.T. zu fahren und dann vor Ort weiter zu entscheiden. Wie sich herausstellt, war es die genau richtige Entscheidung. Kurz vor der Autobahnabfahrt hört es auf zu schneien und als wir auf den Parkplatz rollen, ist es trocken und es gibt sogar einige Wolkenlücken. Wir freuen uns wie die Schneekönige (Achtung, Wortwitz ;)…) packen Merli in die Kraxe und ziehen los.

Bustour2016-T5-1-2

Rothenburg selbst ist schon Kitsch as Kitsch can. Alle Vorurteile werden bestätigt, inkl. der Horden von Japanern, Koreanern und/oder Chinesen, die die Stadt reichlich bevölkern. Insgesamt ist die Stadt sehr historisch und ungewöhnlich gut erhalten. Ihr Flair leidet nach meinem Dafürhalten jedoch unter dem Touristenhype deutlich. Viele Schilder der Geschäfte sind schon in Chinesisch und Japanisch verfasst. Die deutsche Beschilderung muss man schon suchen und findet sie eher im „Kleingedruckten“.

Gegen Abend machen wir uns dann auf den Weg zu unserem Tagesziel, Demantsfürth. Ein kleiner Flecken in der Nähe von Nürnberg, wo wir bei Johann unsere „Zelte“ aufschlagen dürfen.
Johann hat den alten, unter Denkmalschutz stehenden Bahnhof von Demantsfürth gekauft und mit viel Sinn & Passion für das Detail restauriert. Es gibt sogar einen Wikipediaartikel dazu. Ein Bustour2016-T5-5-2tolles Haus dessen „innere“ Werte den stimmigen Gesamteindruck unterstreichen. Johann hat z.B. viele alte Details des Bahnhofsgebäudes  erhalten, unter anderem wurden die Innentüren extra hochgelegt um sie erhalten zu können trotz des Einbaus einer modernen Fußbodenheizung. Wir sind sehr beeindruckt und können uns sehr gut vorstellen, auch einmal in so einem alten und restaurierten Haus zu leben. Wir werden sehen, was das Leben noch für uns vorgesehen hat. 🙂

Wir beenden den Tag und verbringen heute unsere erste Nacht im WoMo auf dieser Reise. Ich freue mich sehr darauf, denn irgendwie mag ich diese gemütliche Enge unseres rollenden Heimes…

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