Das no-Strom-Experiment (Lacanau-Ocean)

Wir verbrachten einen herrlichen und ereignislosen Tag im Paradies: Schwimmen, Strand, Spielplatz.

Im Laufe des Samstages vor Pfingsten füllte sich der Campingplatz rapide. Jetzt wissen wir, dass die südlichen Bundesländer Deutschlands ab heute Pfingstferien haben und diese zwei Wochen ausgiebig als „günstiger Sommerurlaub“ in Frankreich genutzt werden. Gar keine schlechte Idee, ich glaub ich möchte umziehen 😉

Der folgende Tag sollte theoretisch genauso werden. Doch gerade als wir ins Schwimmbad wollten machte es irgendwo in Frankreich „PUFF“ und wir hatten für 6 Stunden keinen Strom mehr, kein Internet, nichts. Gerüchteweise soll „irgendwas größeres“ abgebrannt sein. Auf die Frage, wie lange der Stromausfall dauern würde bekam eine junge Deutsche Familie die Antwort „Welcome to France!“

Für uns – autark mit Solarzelle seit diesem Jahr – war das ein Fest. Kein Radio, keine Musik, kein Entertainment, nur Ruhe, Entspannung und Urlaub. Und das inmitten eines prallvoll gefüllten Campingplatzes. Unverhofft und ersehnt, denn Samstag Abend spielte hier lange die Tanzkapelle ihre schmissigen Rhythmen („Heut ist so ein schöner Tag, lalalalala“ lässt grüßen).

Der Pool war geschlossen, der Supermarkt, die Bar, die Pizzeria und wir machten das, was heute alle taten: wir gingen an den Strand. Es war herrlich und Dank der Weitläufigkeit nicht zu voll. Rote Fahnen besagten „Badeverbot“ und es war lustig anzusehen, wie viele dennoch ins Wasser hüpften und von der es ernst meinenden Badewacht hier wieder herausgeschimpft wurden.

Heute war für uns ein toller und entspannter Tag, an dem wir viel Sozialstudie treiben konnten. Insbesondere als der Strom frisch „weg“ war und später als er wieder da war und die Massen den Supermarkt überrannten.

Es ist beispielsweise lustig zu sehen, dass viele Deutsche ein Gebot 100 % ernst nehmen und nicht verstehen, wenn davon abgewichen werden könnte, wenn man nicht fragt. Und umgekehrt sehen viele Franzosen Gebote eher als „Richtlinie“ an, an die man sich nicht halten muss, wenn keiner guckt. Ein Brite geht extra direkt neben dem Badeverbotsschild schwimmen, frei nach „seht ihr mich auch alle?“ und Iren sind irgendwie alle sehr höflich und nett. Und Holländer sind Holländer. (Diese Studie stellt nur eine Momentaufnahme dar und soll niemanden offenden).

Fazit des no-Strom-Experimentes: 5 Stunden Ruhe, ansonsten „größtenteils harmlos“.

elektrisierende Grüßde
eure Nicole

2 Kommentare zu “Das no-Strom-Experiment (Lacanau-Ocean)

  1. Helga

    Oh ja, die Pfingstferien in Süddeutschland waren dieses Jahr perfekt gelegen. Auch wir haben sie für eine Reise genutzt und waren im Südosten von Frankreich. 🙂
    Hättet Ihr Euch für eine andere Route in Serignan entschieden, wären wir uns vielleicht begegnet.
    Und Eure Idee mit einem Umzug nach Süddeutschland ist aus eigener Erfahrung empfehlenswert. Ganz im Süden gibt es Berge, einen wunderschönen See und nette Menschen… 😉
    Und wenn der Umzug dann doch nicht stattfindet, lohnt auf jeden Fall eine Reise dorthin. Vielleicht nächstes Jahr?
    Euch weiterhin eine gute Reise!

    1. Nicole Autor des Beitrags

      Huhu Helga, viele liebe Grüße in den Süden! Unsere Merle reklamierte auch schon, dass sie dieses Jahr noch nicht die Alpen gesehen hat, vielleicht machen wir noch einen kleinen Umweg 😉 Ganz liebe Grüße auch an deinen Anhang und wenn wir planen, in eure Nähe zu fahren, melde ich mich gerne. Alles Liebe Nicole

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