Die Schwimmbad-und-Erdbeertörtchen-Falle (Ploemeur)

Heute waren wir wirklich angekommen. In der Bretagne. Schon wieder schienen wir mit dem Überqueren der Loire einen „Jangtse“ überquert zu haben.

Die Häuser sahen anders aus; die Dächer haben spitzere Winkel. Die Landschaft wurde hügeliger und felsiger; die Kiefern wurden wieder mehr und sämtliche Schilder waren zweisprachig.

Heute begaben wir uns zum Einkauf das allererste Mal in einen Leclerc. Bisher hatten wir nur drive-in-Supermärkte davon gesehen, die uns irgendwie unheimlich waren. Aber in diesen durfte man hineingehen. Machten wir. War groß und recht nett. Nun kennen wir schon die Ketten Super U, Carrefour, Intermarche, Geant Casino, Auchan und Leclerc.

Warum ich davon erzähle? Weil wir gestern Erdbeersahnetörtchen für unsere erste Teepause dieses Jahr gekauft hatten. Und heute demandierte Merle erneut Erdbeertörtchen für die Teepause. Und genau wie die vielen Besuche in einem Campingplatz mit Schwimmbad das Verlangen nach mehr Campingplätzen mit Schwimmbad vergrößern, so erging es uns nun mit dem Kuchen. Also wehret den Anfängen! Aber erst ab morgen.

Denn heute gab´s wieder Tee und Törtchen; diesmal machten wir Pause in Carnac bei den Megalithfeldern. Wir kamen auf dem Parkplatz an und staunten nicht schlecht: Reisebusseweise waren hier Touristen unterwegs und der Parkplatz hatte noch genau einen freien Platz für uns. Tee und Törtchen später machten wir uns auf den Weg zu den Megalithfeldern, um die Kalorien abzuspazieren. Aber: Zutritt nur begrenzt mit Führer möglich, um die Natur zu schonen. Bei den Massen an Menschen verständlich. Stattdessen hätte man hier mit einem Touristenbummelzug fahren können. War nicht unser Ding. Daher zollten wir den Erbauern der über 5000 Jahre alten Steinfelder unseren Respekt und fuhren weiter.

Unser Tagesziel war – wer hätte es gedacht – ein Campingplatz mit Schwimmbad. Diesen fanden wir ins Ploemeur direkt am Strand. Der Name „belle Plage“ ist hier Programm und wir stehe etwa 10 Meter vom Strand entfernt mit direktem Zugang. Keine Düne, keine Umwege, einfach eine schöne halbrunde Bucht mit einer kleinen Stadt am anderen Ende (in 15 Minunten erlaufbar). Sehr nett.

Schwimmbad, Spielplatz und Strandspaziergang später setzten wir uns draußen in die Bar und tranken je einen „Twister“ – Bier mit Zitronensirup. Um 21 Uhr machte der Laden aber schon zu, so dass Merle schon um 22 Uhr schlief. Irgendwie scheint hier die Zeit stehen geblieben; die Öffnungszeiten sind vorsaisonal kurz. Und auch für uns, die wir aktuell nach Nordwesten reisen, scheinen die Abende immer später dunkel zu werden.

Ab jetzt sind wir in dem Gebiet, in dem wir vor zwei Jahren schon einmal gereist sind. Was wir morgen machen? Wer weiß das heute schon. Aber bitte ohne Törtchen!

sahnige Grüße
eure Nicole

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.