FKK für Anfänger – ein kurzer Guide für zukünftige Nackedeis (Serignan-Plage)

Nach zwei Tagen kam der Wetterumschwung. Der kalte Mistral bliebt, dazu kamen aber auch viele Wolken und (weniger als vorhergesagt) Regen. Doch ohne Sonne bleibt es im Mitral kalt, denn 20 Grad bei einer steifen Brise ist und bleibt kühl.

Wir versuchen daher Merle in dem Miniclub unterzubringen. Sie nehmen Kinder ab vier und Merle ist drei-zehn-zwölftel und daher für uns praktisch schon vier. Doch die vielen Kinder, die in verschiedenen Zungen sprechen, behagen ihr nicht und so kam sie wieder mit nach Hause.

„Papa gehen wir heute schwimmen?“ – „Das ist mir zu kalt.“ – „Mir aber nicht. Du brauchst ja nicht mitkommen, wenn dir das zu kalt ist.“

Stattdessen ist Christian mit ihr in das Minihaus gegangen, wo Spielzeug für Kinder von 0 bis 3 herumliegt. Zusammen mit Papa fand Merle das toll: kochen, backen, Baby-Rollenspiele und vieles mehr. Bis Papa kaum noch konnte.

Ich ging derweil in das Balneo, dem 100 % kinderfreien Wellnessbereich des Platzes: Schwimmbad, Massageliegen, Barfußpfad und vieles mehr. Was ich nicht bedacht hatte: alles unter freiem Himmel. Und es war wirklich kalt und windig.
Ich hatte den Bereich praktisch für mich alleine, denn vormittags war FKK. Wer also schon immer mal FKK baden oder in die Sauna wollte, und sich nicht getraut hat mit der Nacktheit und den Leuten und dem Gucken und so, hier ein Guide:

  • Wähle einen Campingplatz mit FKK-Wellnessbereich
  • Wähle die absolute Vorsaison
  • gehe an einem kalten, windigen Tag in den Außenbereich
  • am besten zu einer Uhrzeit, an der „normale“ Leute essen
    Du kannst fast sicher sein, dass du so ungestört ein Gefühl für das FKK-Dasein entwickeln kannst. 😉

Am Nachmittag gingen wir zum Strand und bauten eine Burg und sammelten noch mehr Bastelmaterial für den Bastelabend.

Und Christian bastelt! Hat er am Tage zuvor noch gesagt: „Was braucht ihr so lange?“, wurden wir drei heute um 20 Uhr mit Schließung des Kreativraumes rausgeworfen. Und es hat sich gelohnt! Es sind wirklich viele tolle kreative Ideen dabei herausgekommen.

War ich mit Merle bei 28 Grad Sonne noch allein in dem Saal, mussten wir uns den bei 20 Grad Regen schon mit vielen anderen teilen. Na sowas.

Wegen des Wetterumschwungs suchten wir einen Ort in alle Himmelsrichtungen von hier, wo wir schon mal hinreisen könnten und wo das Wetter besser ist. Aber: am besten war das Wetter trotz Wolken, Regen und Sturm noch immer hier! Selbst herunter bis Barcelona war es kälter als hier. Und wohin soll es weiter gehen? 14 Tage Regen und 10 grad in den Pyrenäen – das wird wohl doch nicht unsere Richtung werden!

Also bleiben wir erstmal ein paar mehr Tage hier. Der angekündigte „Regen“ belief sich auf ein paar unscheinbare Tröpfchen und störte kaum. Nur der ewige Wind kann einem ganz schön zusetzen: Er ließ uns schlechter schlafen und führte zu Kreislauf und anderen lustigen Wetterfühligkeitsphänomenen, die uns bisher nicht bekannt waren. Mit den richtigen Globuli war der Spuk aber gar nicht mehr so schlimm.

windige Grüße
eure Nicole

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