Norwegen 2011 – Tag 3

Tag 3: 11.07.2011, Kvitavatn – Setestal – Lysebotn

Der Tag startet mit einem guten Frühstück in der tollen Jugendherberge von Kvitavatn. Das Wetter sieht gut aus, eine nette Bewölkung und ordentlicher Sonnenschein.

Wir genießen das Frühstück mit Blick auf die Berge, und schlagen uns so richtig die Bäuche voll, damit wir gut gestärkt in den Tag starten können. (…und natürlich im Hinterkopf, was hier die Lebensmittel kosten… ;)…)

Die Unterkunft für den Abend buchen wir schon im voraus, verbunden mit dem Hinweis der Herbergsmutter, auf jeden Fall dafür zu sorgen, dass wir vor 18:00 Uhr in der Unterkunft ankommen. Klar, wird gemacht, kein Problem. – Denken wir…CIMG1706

Wir satteln unsere Rösser und starten auf unsere Tagestour. Vorbei geht es durch eine herrliche Landschaft mit toller klarer Luft an kleinen Wasserfällen und über schön geschwungene Straßen.

In dem ersten Ort (Rjukan) im Tal nach Gaustastoppen finde ich auch endlich einen Supermarkt (KIWI-Markt, ist so was ähnliches wie Aldi bei uns) indem ich Einmalrasierer bekomme, damit ich endlich nicht mehr rumlaufen muss wie Rasputin…

Es geht in das „liebliche Tal von Setes“. Ganz nett, aber auch ganz ehrlich: für Motorradfahrer ist das nix. Eine gut ausgebaute Straße mit wenigen Kurven und viel Verkehr führt durch dieses Tal. Ziemlich langweilig, wie ich finde…

So beschließen wir dann auch, nachdem wir unseren obligatorischen „Shell-Burger“ zu uns genommen haben, die geplante Strecke vorzeitig hier abzubrechen und uns lieber dem schöneren Streckenteil nach Lysebotn zu widmen. Eine gute Entscheidung, wie sich noch rausstellen sollte… 😉

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Und was uns dann erwartet, übertrifft alle Erwartungen: eine sensationelle Strecke, geschaffen wie für Motorradfahrer, eine Landschaft die zum Fotografieren einlädt und das Wetter spielt meistens sogar auch noch mit.

Wir treffen unterwegs ein paar Schafe, die so neugierig sind, das sie sogar unsere Maschinen in Augenschein nehmen und wie verrückt an den Dingern lecken, keine Ahnung warum die das machen, aber die Chromteile blitzen nachher wieder schön blank… *g*

Die Fahrt den Berg runter nach Lysebotn kann ich nur als spektakulär bezeichnen. Eine Straße mit mindestens 26 Kehren schlängelt sich in das Fjordtal hinab, die Ausblicke übertreffen sich gegenseitig und wir müssen alle Nase lang anhalten, um Fotos zu machen.

BTW: wie spät ist es eigentlich?!?!?!

Ups – schon kurz nach 18:00 Uhr und lt. Navi haben wir noch gute 45 Min Fahrt vor uns. Ok, das wird schon mal extrem knapp… Wir rufen an und legen nach 10 Minuten mit dem Gefühl auf, das die gute Dame am anderen Ende alles gesprochen hat, nur sicher kein Englisch. Inwieweit wir verstanden wurden bleibt erst mal offen. Wir haben nur soviel verstanden, das wir in 30min vor Ort sein müssen, wenn wir noch eine Übernachtungsmöglichkeit haben möchten.

Also nix wie runter vom Berg und gucken, das wir es doch noch irgendwie schaffen. Mit ein wenig Verspätung kommen wir an und bekommen doch unser Hüttchen zugewiesen. Uff, das war knapp.

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Das Hostel liegt sehr schön am Ende des Fjords, und wir werden morgen von hier aus mit dem Boot in Richtung Stavanger weiterreisen…

Weisheit des Tages: Der Weg geradeaus ist nicht immer der reizvollste…

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