the lone Tree of Millarrochy Bay

Heute morgen standen wir auf und der Himmel war bedeckt. Sowas hatten wir ja schon seit Tagen nicht mehr gesehen. Also gutes Wetter zum Wandern. Wie gut, dass wir in einer der beliebtesten Wanderregionen sind!


Fotoshooting am lone Tree mit lokalen Wassernixen

Nach dem Frühstück fahren wir nach Balmaha auf den Parkplatz beim Besucherzentrum und machen uns an den Aufstieg auf den Conic Hill. Der Weg soll gerade bei Familien mit kleinen Kindern beliebt sein, da die Strecke und der Anspruch nicht so hoch sein sollen. Nichtsdestotrotz sagt uns der Mann im Visitorcenter, dass wir den Aufstieg mit einem 3-jährigen Kind nicht schaffen würden. Challege Accepted!


Aufstieg zum Conic Hill

Wir machen uns an den Aufstieg. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und das Herausforderndste für Merle sind steile Treppen, die sie aber mit Bravour meistert. Nach der Baumgrenze kommt ein kleiner Aussichtspunkt, auf dem wir Rast machen. Dann fragen wir eine Mutter mit 2 kleinen Kindern, die vom Gipfel kommt, wie weit es denn noch sei. Sie sagte, dass es einen zweiten Aussichtspunkt „on the Ridge“ gibt und danach wär´s noch ein Stückchen bis ganz oben. Aber alles machbar.


Conic Hill – the Ridge Viewpoint

Wir machen uns auf den Weg zum Aussichtspunkt Nummer zwei und bleiben dann dort. Es ist schon Mittagschlafzeit und Merle entsprechend müde. Wir hatten bisher etwa 45 bis 60 Minuten reine Laufzeit gebraucht. Wir waren nur etwas zu spät losgelaufen. Nach einer langen Fotopause machten wir uns auf den Weg nach unten. Natürlich nicht ohne dass Merle einmal groß auf Klöchen musste. Dafür durfte sie ganz stolz ihre Hinterlassenschaft im Hundebeutel wieder mit nach unten tragen. Wie stolz sie war! Diesmal lief sie sogar den ganzen Weg alleine. Wir waren begeistert. Mit der richtigen Motivation geht alles!


Mittagessen am Spielplatz – Balmaha

Die Mittagschlafzeit wollten wir wieder für eine Fahrt zum nächsten Aussichtspunkt nutzen. Wir fuhren zum 45 Minuten entfernten Loch Archay. Der Weg führte uns über den Duke´s Pass sehr kurvig und zackig über die Berge. Dort angekommen auf dem Parkplatz „Ben Venue“ standen wir an einem schönen See – der ein riesiges Mückenloch war. Hier war es sumpfiger und schwüler als am Loch Lomond. Wir wanderten den kleinen Rundeweg „Creag Noran“ entlang. Nach der Bergbesteigung heute Mittag kein Problem für unsere Ausdauer. Nur das viele schwirrende Getier fanden wir nicht so toll.


Balmaha Marina

Daher blieben wir hier nicht für die Nacht, sondern fuhren wieder in Richtung Loch Lomond zurück. Wir machten einen Zwischenstopp in Aberfoyle. Dort hatten wir auf der Hinfahrt einen großen Spielplatz gesehen. Aber herrje, es gab keinen Parkplatz in der unmittelbaren Nähe. Es gab nur einen am Visitorcenter mit angrenzendem „Alles-aus-Wolle-Verkauf“. Dort aßen wir dann erstmal ein Eis und blieben auf dem shopeigenen Spielplatz (drinnen und draußen).

Dann überlegten wir: Wieder zurück auf den Parkplatz in Balmaha beim Visitor-Center (mit Spielplatz) und Sonnenuntergangsfotos vom Berggipfel machen oder zurück zum Lochufer bei Millarrochy. Da uns die Energie auf dem ersteren nicht gefiel, fuhren wir weiter zum See. Hier standen wir heute alleine. Gestern standen wir hier mit vier weiteren Wohnmobilen, viel Hundegebell, Grillgelagen und Gitarrenklängen. Heute waren wir einsam und das war ebenfalls sehr schön. Das eine gibt einem das Gefühl von Sicherheit, das andere von Freiheit.


Verwechslungsgefahr: Gardasee <-> Loch Lomond

Die Sonne war mittlerweile herausgekommen und hatte die Wolkendecke komplett verdrängt. Wolkenloser Himmel, kaum Wind und lockere 24 Grad im Schatten lockten und daher hieß es für uns um 20 Uhr abends: Badesachen an und ab in den See! Alle drei sprangen wir in das kühle Nass von Loch Lomond. Und ich muss sagen: es war nicht so kalt wie ich es von einem guten schottischen Bergsee erwartet hätte. Das war definitiv die beste Option für heute Abend, die wir gewählt hatten.


The lone Tree ohne „Fotografenwölkchenhimmel“

Glücklich und völlig müde fielen wir in unsere Betten. Mal schauen, welche Abenteuer das Leben morgen für uns bereit hält.

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