von Oban aus weiter nach oben

Wir fahren im strahlenden Sonnenschein nach Norden in Richtung Isle of Skye. Wir fahren den schönen Weg nach Glencoe wieder zurück, biegen dann nach Fort William ab. Die Wohnmobildichte wird höher.

 In Fort William gab es dann einen Wasserrohrbruch auf der Straße und ein Polizist regelte den Verkehr durch das hohe Wasser. Wir verlassen die Stadt recht fix wieder. Das einzige, was mich hier interessieren würde, ist das Fossilien-, Stein- und Edelsteincenter, aber Merle schläft noch.

Wir fahren weiter in Richtung Mallaig und kommen am Glenfinnan Viadukt vorbei. Dies ist die Eisenbahnbrücke aus den Harry Potter Filmen und zwischen 15:00 und 15:30 sollen hier zwei Dampflokomotivzüge vorbei kommen.


Sieht aus wie vor einer Plakatwand – ist aber echt! Glenfinnan im Jahrhundertsommer

Wir schauen auf die Uhr: 14:50. Na, das trifft sich ja gut! Wir bleiben und erklimmen in wenigen Minuten den kleinen Aussichtsberg. Hier wie auch schon unten am Zaun tummeln sich Touristen mit Kameras, vom Ipad bis zur Drohne (trotz Verbotschild) mit allem bewaffnet, womit man ein Foto schießen kann. Wir warten geschlagene 45 Minunten und gehen dann wieder, ohne dass ein Zug kam. Im kleinen Visitorcenter aßen wir ein Trosteis. Die Dame sagte uns, dass einer der Züge mitten im Nirgendwo einen „Breakdown“ bei der Hitze hatte. Daher können beide Züge nicht mehr fahren.

Schade, da zeigen wir Merle dann den hübschen Dampfzug auf einer Postkarte und fahren weiter. In Mallaig erklärt uns der Fährmann, dass der nächste freie Platz nach Skye morgen um 16 Uhr sei. Eigentlich wollten wir heute noch rüber – oder zumindest morgen früh.

Aber nach Wasserrohrbruch-Warterei und Dampflokomotivenwartereisind kann uns die fehlende Möglichkeit zum Weiterkommen an dieser Stelle nicht mehr groß irritieren. Wir nehmen die Fahrkarte für morgen, 16 Uhr und fahren zurück, um einen Übernachtungs- oder Campingplatz zu finden.


Das goldene Zeitalter des Sandburrgenvolkes

Der Ort vor Mallaig, Morar, liegt idyllisch an einem Sandstrand, der „silver sands“ heißt. Alle Parkplätze waren bei der Hitze voll, auch die einspurige Straße war vollgeparkt und das Durchkommen schwierig.Der Strand ist so wunderschön, dass mich alles andere auch sehr gewundert hätte. Allerdings macht es dier Angelegenheit für uns nicht einfacher.

  
Die Ära des Sandburgenvolkes ist vergangen

Alle Campingplätze hatten große Schilder herausgehängt: „Site full“. Wir fragten dennoch bei einigen nach, aber es nix zu machen. Wie auch in den Niederlanden gibt es hier wohl Lizenzen für eine bestimmte Menge Gäste und danach ist Schluss, auch wenn es noch Freiflächen gibt. Es wurde immer später und wir kamen uns schon vor wie Maria und Josef auf der Suche nach einem Platz am Stall zum übernachten…


Camping auf dem Bauernhof in Invercombe

Auf der Farm in Invercaimbe mit „Sorry, we´re full“-Schild versuchten wir wieder mal unser Glück. Und tatsächlich durften wir hier gegen eine kleine Spende vor dem Haus als persönliche Gäste parken und die Campingduschen mit nutzen. Aber „echte Camper“ waren wir nicht (wegen der Lizenz). Wir verbrachten glücklich den heißen Rest-Nachmittag am Strand und im Meer.


Invercombe Beach

Gegen Abend präsentierte sich die Isle of Skye, was übersetzt „die Wolkeninsel“ bedeutet, wolkig. Die ersten Wolken, die wir seit Wochen sehen und die ersten in Schottland überhaupt.


Invercombe Beach

Unglaublich, wie sehr man sich über ein paar Wolken freuen kann.

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