Warum sich Faulheit nicht lohnt (Equemauville)

Wir fuhren heute weiter, da wir noch einkaufen mussten. Andernfalls hätten einige von uns gerne weiter das Strandleben genossen. Diejenigen von uns, die eher zur Poolfraktion gehören, begrüßten die Weiterfahrt. Wir fuhren bei schönem Wetter ein Stündchen aus Remineszenzgründen weiter zu einem uns wohlbekannten Ort: Camping la Bricquerie in Equemauville.

Hier hatten wir im letzten Jahr kurz vor der Weiterreise das Fehlen von Merles Reisepass bemerkt und auf die Expresspost von daheim gewartet. Da wir die Adresse von Google angegeben hatten und diese falsch war, war das damals nicht ganz so einfach. Der Rezeptionist Alphonse sagte damals zu uns das bis heute bei uns gebräuchliche geflügelte Wort „It´s all your fault!“

Lustigerweise erkannte er uns wieder und machte uns „einen guten Preis“, so dass wir 2 Tage blieben. Der Platz ist und bleibt interessant. Er wirkt als ob er von einer Person mit leichtem Kontrollzwang geführt wird. Der Spielplatz wird nachts abgeschlossen. Für das Trampolin muss man einen Schlüssel von der Rezeption holen („Sie allein tragen die Verantwortung für den Schlüssel!“). Die Kinder-WCs waren abgeschlossen und wurden erst auf meine dritte Bitte hin geöffnet (Muss das denn sein?“). Die tollen Rutschen und die Wasserspielplatzlandschaft werden nur auf Bitte hin mit Wasser befüllt und wenn keiner mehr spielt sofort wieder abgeschaltet. Uns läßt das schmunzeln. Könnte man sich aufregen, ist für uns aber viel zu spaßig, immer wieder neue Kleinigkeiten zu finden, die möglicherweise mangelndes Vertrauen als Grundlage haben.

Da die Wanderung zum Mont Joli noch immer 2,5 km ein Weg bedeutet, sind wir ihn auch in diesem Jahr noch nicht mit Merle gelaufen. Stattdessen war hier „Foire a tout“, ein riesiger Trödelmarkt, den wir besuchen gingen. Hier wird für Fans uralter Dekoartikel richtig viel geboten, was ich in Deutschland noch nie gesehen habe. Wir kauften ein T-Shirt für Merle, denn bei „Ihr müßt auch mal was für mich kaufen!“ bei Rollschuhen, Babywiegen und allerlei Spielzeugkram hatten wir schon abgewunken.

Am letzten Abend hier wollten wir eigentlich wie im letzten Jahr auch in diesem unsere erste Pizza auf dem Grill machen. Doch nach einem halben Tag im Schwimmbad (Merle hat sich ganz allein die Riesenrutsche hinunter getraut!) hatten wir keine Lust mehr und gingen zum „Pret-a-porter“-Pizzaschalter des hiesigen Campingrestaurants. Wir hatten keine gute Erinnerung an das Restaurant im letzten Jahr, aber es kann sich ja viel ändern. Hat es auch, aber nicht zum Guten: Die Pizzen waren ungelogen mit 2 cm dickem Käse belegt. Selbst wenn man ihn komplett herunterkratzte, war die Pizza leider ungenießbar. Dazu hatten wir Pommes, die leider ungesalzen waren und gut und gern noch 6 Minuten länger hätten in der Friteuse zubringen können.

unsere neu erworbenen traditionellen Bolee-Tassen

Absolut folgerichtiger Fluch für unsere Faulheit, wir mußten darüber sehr lachen und freuten uns bei einer Bolee gutem Cidre, den ganzen Käse nicht gegessen zu haben.

fleißige Grüße
eure Nicole

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