Ab ins Urlaubsparadies nach Carantec

An diesem Dienstagmorgen regnete es. Wir wußten gar nicht mehr genau, wie das ist, denn es hat fast 5 Wochen nicht mehr geregnet. Heute lassen wir es tranquil angehen und fahren die D769 einfach 50 km geradeaus. Geradeaus bedeutet in diesem Fall Berge rauf, Berge runter, Kurve hier und Kurve da durch die wunderschönen Monts d´Arree. Und dann, mitten im Nichts: Route barree in 300 m. Das kann ja lustig werden. Doch siehe da – auch Franzosen können Umwege gut beschildern, so dass wir nicht verloren gegangen sind.


Unser Stellplatz unter einem Apfelbaum

In Morlaix waren wir bei Decathlon einkaufen und suchten in dem Gewerbegebiet vergeblich einen Supermarkt. Erst später wurde uns erklärt, dass der lokale Supermarkt hier „Casino“ heißt. Ja ein Gigant-Casino gab es direkt neben Decathlon. Aber wir wollten nicht in die Spielbank gehen. Hätten wir das gewußt! Wer vergibt denn solche Namen?

Wir kommen um 14 Uhr in Cancale an und checken im 5 Sterne Campingplatz ein und the same procedure as the last 5 Sterne Camping begann: Outdoorpool, Indoorpool, Outdoorspielplatz, Indoorspielplatz. Nur statt Wandern gab es noch die Hüpfburg.

Auch am Folgetag ging es so weiter. Am Vormittag regnete es etwas, dafür entschädigte der Nachmittag mit viel Sonnenschein. Auch hier rutschte ich mit Merle die Riesenrutsche ab 6 Jahren herunter – Aufsichtspersonal gibt es hier nur eines für die Badeshorts und Mitgliedsbändchen.

Etwas getrübt wurde unser Eindruck von den hohen Erwartungen, die der erste 5-Sterne Campingplatz – ebenfalls von der Gruppe Yelloh! – in uns geschürt hat. Dagegen fällt dieser hier ab. Es sind nur Kleinigkeiten, aber das Bild ist halt nicht wie erwartet: Der Wasserhahn tropft, der Schlauch spritzt (und wird erst auf zweite Nachfrage hin ersetzt), die Bardame ist unfreundlich, das Indoorwasserparadies ist etwas klein bemessen, die Wanderwege und Gegend nicht so berauschend.


Schwupp, da schießt das Wasser plötzlich hoch!

Und zu allem Überfluss waren an ersten Tag die Duschen kalt – ein Defekt, der grad repariert wurde. Fanden wir herzlich blöd, denn wir kamen fröstelnd aus dem Wasserparadies und mussten nun anderweitig versuchen, wieder warm zu werden. Heizung, Decke und für die Erwachsenen das eine oder andere Gläschen Pommeau und die Welt war wieder in Ordnung.

Wir wollen auch nicht undankbar sein, denn es ist klar, dass nur unsere hohen Erwartungen diese kleine Eintrübung brachten. Ansonsten mangelt es hier an nichts: Toilettenbrillen, Toilettenpapier, Riesenduschen (am 2. Tag auch in warm), einen Aquagarden, wie wir ihn noch nie gesehen haben und eine Animation wie wir sie nur bestaunen können: Stepkurse, Basketball, Disco, Bingo, Wattwanderungen, Minigolf, Kino (ich habe mit einen Teil von Transformers – l´age de l´extinction angesehen – französisch sprechende Decepticons sind lustig!), Kindergarten und 1000 Sachen mehr.


Sonnenuntergang in der Bucht mit Blick auf Roscoff

So verbrachten wir die Tage 33 und 34 unserer Reise relativ ereignislos. Muss auch mal sein.

Frage des Tages: „Es gibt eine Zeit zum Fische fangen und eine Zeit zum Netze knüpfen.“ Ist das so? Wie ist deine Meinung?

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