Bienvenue in der Bretagne: Cap Frehel

Nach einem gemütlichen Trödelmorgen kamen wir gegen 12 Uhr von unserem Campingplatz am Pointe du Grouin los und fuhren an unserem Tag 22 die wunderschöne Straße die Küste entlang in Richtung Saint Malo / Dinard.


Merle rückt die Chemietoilette nicht wieder raus
Beide Städte sollen einen Abstecher wert sein, aber bei beiden soll es auch unmöglich sein, mit einem Fahrzeug über 1,90 m auch nur ansatzweise in der Stadt ein Bein an den Boden zu bekommen.

Also fuhren wir weiter und genossen den Anblick der Altstadt vom Damm aus. Die Smaragdküste macht ihrem Namen alle Ehre. Das Wasser ist urplötzlich smaragdgrün und glasklar. Schroffe Felsen wechseln sich mit hübschen weißen Sandstränden ab. Das Wetter wird freundlicher und richtig warm, so dass wir uns wie in Italien vorkommen.

Wir haben zwischendurch gehört, dass ein Saharawind aus Spanien nach Mitteleuropa unterwegs sein soll und für dieses herrliche Wetter verantwortlich ist. Wir danken dem lieben Gott für das tolle Wetter auf unserer Fahrt und genießen die Bretagne mit mediterranem Flair.

Am Cap Frehel machen wir eine Pause. Das Parken kostet dort 5 Euro für Wohnmobile und 3 Euro für Autos. Ich habe dem „Brückentroll“ freundlich 3 Euro hingehalten und wir kamen als Auto durch. Ich zauberte uns Erdbeeren und Blaubeeren, nutze diesmal aber Ziegenjoghurt.  – Schmeckte gewöhnungsbedürftig und interessant, aber nicht schlecht.

Anschließend nutzen wir den Nachmittag zum Wandern an Cap. Es gibt dort einen schönen Leuchtturm, eine Vogelkolonie (angeblich mit Kormoranen und Pinguinen, aber mir kann man da auch eine Schwalbe für einen Uhu vormachen), ein altes Fort und viel tolle Smaragdküste.

Die Wege werden grad neu hergerichtet und auch das Wort Naturschutz scheinen die Franzosen bereits zu kennen. Auch hier „spricht man deutsch“ und der Knaller war der Mannschaftsbus von Hannover 96, in deren Ledersesseln eine Gruppe Senioren reiste. Als der Bus hielt und die Leute ausspuckte, grillte der Busfahrer erstmal für alle Würstchen und seine Frau servierte Bier. Auch eine Art zu reisen!

Am Nachmittag fuhren wir weiter. Wir wollten in die nächste Stadt und dort bei Privatleuten von France Passion übernachten. Aber diese waren nicht daheim. Daher fuhren wir 5 Minuten weiter in den nächsten Ort nach Saint Alban, um dort auf einer Farm zu nächtigen. War nicht unsere erste Wahl, weil sie sich ziemlich kommerziell anhörte, aber wir gaben ihnen eine Chance.

Auf dem Hof angekommen war alles sehr kommerziell. Wir wurden sogar auf den angrenzenden Campingplatz ausgelagert. Aber es gab so viele Tiere zu bestaunen (für die hauseigene Metzgerei), dass Merle unbedingt bleiben wollte. Wir sattelten also um auf Grillen und kauften leckere selbstgemachte Würstchen und einen Cidre.

Anschließend bestaunten wir die Tiere des Hofes: Puten, Hühner, Schweine (die sogar draußen im Stroh lebten), Schafe und Pferde. Sogar in des Gewächshaus wollte Merle hinein und die grünen Tomaten begutachten. Anschließend musste ich mit ihr noch eine halbe Stunde lang den Mann mit der Motorsäge beobachten, bis wir dann wieder zu den obligatorischen 5 Würstchen pro Kleinkind kamen, ohne die der Nachtschlaf nicht beginnen konnte.

Frage des Tages: Was hätten wir gemacht, wenn wir nicht dem Mannschaftsbus von Hannover 96 hinterherfahren hätten müssen, sondern dem von Bayern München?

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