Pfingsmontag an Frankreichs Alabasterküste

Am Pfingstmontag, den 05.06.2017 (Tag 11) werden wir geweckt von Nachbarn, die den Rasen mähen und ihre Hecke mit der Heckenschere bearbeiten. Als dann noch das große Müllauto von Merle bewundert werden konnte, konnten wir es kaum glauben. Es ist doch Pfingstmontag!

Das haben wir in einem katholisch geprägten Land nicht erwartet. Wieder einmal freuen wir uns, dass wir in Deutschland leben. Wir sind froh, dass in Deutschland (fast) niemand arbeiten muss und alle Menschen die Möglichkeit haben, dass der Heilige Geist in Ruhe über sie kommen mag.

Gegen Mittag verlassen wir diese schöne kleine Stadt, die wir ja nur durch Zufall gefunden hatten und die uns so viel Freude bereitet hat. Wir fahren in Richtung Dieppe, um dort im Decathlon Klamotten einkaufen zu gehen. Christian und mir fehlt noch jeweils eine Outdoorhose und Merle ein zweites Wassershirt. Da Pfingstmonatg hier jeder arbeiten zu scheint, hatte auch Decathlon eine „Ouverture exceptionelle“.

Zwei Stunden später und 200 Euro ärmer kamen wir voll bepackt zurück zum Bus. Alles, was in unserem Shop in Deutschland vergriffen oder nicht erhältlich war vor der Fahrt, haben wir hier gefunden. Was ein Glück! Inklusive Merles ersten kleinen Roller mit drei Rädern – ohne den würden wir immer noch im Laden sitzen und versuchen, Merle von dem Ding zu bekommen.

Weiter ging´s, wieder ohne Plan. Ein Blick auf die Uhr sagte: Zeit für Mittagspause. Die wollte ich gern bei schönstem Sonnenwetter am Meer verbringen also einfach ab in die Richtung Meer gefahren. Angekommen sind wir dann im Surfer- und Austernparadies Pourville. So klein, dass selbst meine Karte es nicht kennt ist es ein echter Geheimtipp.

Laut der Franzosen, die hier Dutzendweise wild campten, um zu surfen, ist selbst das wohl erlaubt. Wieder sind wir richtige Glückskinder. Wir verbringen einige schöne Stunden im 17 Grad warmen Wasser und als wir so gegen 16:30 zum Bus zurück kommen, ist der Parkplatz brechend voll. War es vor zwei Stunden noch schön leer, scheint plötzlich jeder hier zu sein.

Die Alabasterküste ist recht abwechslungsreich und bietet neben vielen tollen weißen Kreidefelsen auch immer wieder Buchten mit Kies mit jeweils einem kleinen Örtchen wie diesem. In jedem Örtchen scheint es einen tollen Kinderspielplatz zu geben sowie mindestens ein Muschel- bzw. Austerrestaurant.

Das alles hier in dem kleinen Pourville wird uns jedoch ein wenig zu rummelig und wir fahren für die Nacht zum nächsten France Passion Anlaufpunkt in Saint Vaast Dieppedalle bei dem Hofladen der „Auberge du Terroir“. Die Dame des Hauses ist im Pfingsturlaub (na immerhin eine, die nicht arbeiten geht!), aber der Sohn empfängt uns freundlich. Der Hofladen wird erst morgen wieder öffnen und wir freuen uns schon auf einen kleinen Einkauf dort.

Frage des Tages: Wurst in Dosen – Ist euch schon mal aufgefallen, dass es nur in Deutschland Wiener Würstchen in Dosen gibt (und eventuell im auf Deutsche Urlauber getrimmten Feriencamp)? Warum in Gottes Namen ist das so?

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