Schrobenhausen (D) – Neuschwanstein (D) – Maurach (AT)

Wir haben Schrobenhausen verlassen und sind spontan in Richtung Neuschwanstein gefahren. Lag eigentlich nicht auf unserer Route, aber wir wollen das hervorragende Wetter in Deutschland noch ein wenig länger genießen. So kommen wir am frühen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein in Schwangau an und müssen unsägliche 8,50 Euro Parkplatzgebühren bezahlen. Wir hatten kurz überlegt, für den Kurs dort die ganze Nacht zu bleiben. Nach einem kurzen Stimmungstief und dem ersten „ich glaub wir fahren auch lieber nach Hause“ dieser Reise machten wir uns auf, um hinauf nach Neuschwanstein zu wandern.

Auf dem etwa 30 Minuten dauernden Aufstieg kamen uns viele Menschen aus Fernost entgegen. Alle waren sehr angetan von Merle in der Kraxe, so dass unsere kleine Maus aus dem Winken gar nicht mehr herauskam. Wie sagte die Museumswärterin zu uns: „ich denke mir immer, die müssen doch irgendwann alle mal hier gewesen sein. Aber es kommen jeden Tag wieder so viele.“

Anschließend fahren wir zu dem nächstgelegenen Campingplatz in Hopfen am See. Wir staunen erst über den Preis und bemerken dann, dass es ein fünf-Sterne-Platz ist. Direkt am See mit Sanitäreinrichtungen wie im Hilton, einem Schwimmbad und zwei großen Spielhäusern für Kinder. Wir nutzen alles reichlich aus und genießen den Sonnenuntergang am See.

Am nächsten Tag fahren wir über die deutsche Alpenstraße nach Österreich zum Achensee. In Maurach campen wir bei Sieglinde Raith vor der Garage. Wir wussten bis dato nicht, dass sie mit ihrem Mann Oskar ein vier Sterne Hotel fast direkt am See führt. Wir nutzen die Gunst der Stunde und melden uns für Frühstück und Abendessen im Hotel Sonnalp an. Und beides können wir nur empfehlen. Beim ersten Abendessen fragte die Kellnerin, auf welches Zimmer die Getränke gebucht werden sollen. Wir antworteten, dass wir kein Zimmer haben. „Wie? Kein Zimmer? Wo übernachtet ihr denn? Zeltet ihr etwa vor dem Hotel?“ – „Nicht direkt, wir campen vor der Garage.“ 🙂 Irgendwie haben wir das Gefühl, die Kellnerin glaubt wir wollen sie hoch nehmen…

Am nächsten morgen beschließen wir, einen weiteren Tag hier zu bleiben. Das Wetter lacht uns mit strahlendem Himmel und 14 Grad entgegen und Sieglinde beschreibt uns einen tollen Wanderweg, den wir dann auch gehen. Es geht einen leichten Weg hinauf zur Falzthurnalm mitten durch tief verschneite Winterlandschaften vor dem Panorama des Karwendelgebirges – wie im Bilderbuch! Wir essen dort oben landestypisches Kaiserschmarrn, holen uns einen Sonnenbrand und kehren wieder zurück. Am Abend planschen wir noch im Hotelpool, laben uns am Samstagsbuffett und fallen hundemüde in unsere Betten.

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